Neanderkirche

Bolkerstraße, 40213 Düsseldorf

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Die Neanderkirche ist eine evangelische Kirche auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt.

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Neanderkirche

Die Neanderkirche ist eine evangelische Kirche auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt. Nach Beginn der Gegenreformation in Düsseldorf wurden die Aktivitäten der reformierten und evangelischen Kirche in Düsseldorf noch von 1609 bis 1614 geduldet. 1610 wurde deshalb auf dem späteren Grundstück der Neanderkirche ein Predigthaus errichtet. Mit Ende der Duldung musste dieses Haus 1614 geschlossen werden. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts durften die evangelischen Christen in der Altstadt wieder Kirchengebäude errichten. Die Neanderkirche wurde von der Reformierten Gemeinde fast gleichzeitig mit der Lutherischen Berger Kirche errichtet. Nach der Grundsteinlegung 1683 wurde die Kirche bis 1687 errichtet. Kirchweihe war bereits 1684. Die Benennung nach Joachim Neander erfolgte 1916.
Die Neanderkirche entstammt dem frühen Barock, hat jedoch eine schlichtere Gestaltung, als sie im Barock üblich war. Aufgrund der im Herzogtum Berg vorherrschenden römisch-katholischen Glaubensrichtung, der auch der Landesherr aus dem Hause Pfalz-Neuburg anhing, und aufgrund der durch die Gegenreformation bestehenden Vorbehalte gegen Protestanten waren protestantische Kirchen nur als vergleichsweise zurückhaltende Kirchenbauten geduldet. Daher durfte die Neanderkirche nur als so genannte Hofkirche errichtet werden, das heißt im Innenhof einer Blockrandbebauung und somit nicht unmittelbar an einer öffentlichen Verkehrsfläche.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die an der Bolkerstraße vorgelagerten Häuser zerstört und nicht wieder aufgebaut, so dass die Kirche heute von dieser Seite aus sichtbar ist. Der auf den Grundstücken der zerstörten Häusern entstandene Kirchhof wird von der gegenüberliegenden Brauerei zum Schlüssel gelegentlich als Biergarten genutzt. Zusätzlich zum Zugang von der Bolkerstraße aus, besteht ein Durchgang zur Andreasstraße neben der Traditionsgaststätte Benders Marie.
Quelle: Quelle, Autor der Hexer

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