Friedenskirche

Unterbilk, Düsseldorf

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Die Friedenskirche ist eine 1899 eingeweihte evangelische Kirche an der Florastraße im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk. Ihre neugotische Architektur ist typisch für Sakralbauten des Historismus, auch wenn das Gebäude nach Kriegsschäden in vielen Tei

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Die Friedenskirche ist eine 1899 eingeweihte evangelische Kirche an der Florastraße im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk. Ihre neugotische Architektur ist typisch für Sakralbauten des Historismus, auch wenn das Gebäude nach Kriegsschäden in vielen Tei Kaum elf Jahre nach Einweihung der Johanneskirche stand die evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf wegen des enormen Bevölkerungswachstums vor der Notwendigkeit, weitere Kirchen bauen zu müssen. Sinnvoll erschienen Standorte in den damaligen „Außenbezirken“ der Stadt wie in Unterbilk und Oberbilk. 1892 erwarb die Gemeinde zwei Grundstücke, davon eines an der Florastraße in Unterbilk.
Für beide Standorte wurden zeitgleich im Sommer 1893 zwei Architektenwettbewerbe ausgelobt, die für Teilnehmer aus ganz Deutschland offen waren. Für Unterbilk wurde vom Preisgericht ein Entwurf des Leipziger Architekten Anton Käppler (1856–1928) mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Käppler hatte eine Zentralkirche mit Vierungsturm entworfen, die Gemeinde konnte sich aber letztlich nicht für die Bauausführung dieser nach damaligen (lokalen) Maßstäben relativ modernen Lösung entscheiden. Stattdessen wurde der Architekt, der für die Oberbilker Kirche den 1. Preis errungen hatte, mit einem konventionelleren Entwurf beauftragt. Dieser Architekt, Georg Weidenbach, war nicht nur ebenfalls in Leipzig ansässig, sondern hatte dort sogar einige Jahre lang ein Architekturbüro in Sozietät mit Anton Käppler betrieben. Weidenbachs alternativer Entwurf war im Sommer 1894 baureif und wurde von der Gemeinde angenommen.
Dennoch wurde zunächst statt der Kirche im Auftrag des Vereins für Innere Mission an der nahe gelegenen Konenstraße ein Vereinshaus nach Entwurf des Düsseldorfer Architekten Hermann vom Endt gebaut, das 1896 fertiggestellt und für drei Jahre auch als provisorische Gottesdienststätte genutzt wurde.
Die Friedenskirche wurde erst daran anschließend 1896–1899 unter der künstlerischen Oberleitung Weidenbachs und der örtlichen Bauleitung durch den Architekten Moritz Korn erbaut. Sie hat einen rechteckigen, fast quadratischen Grundriss, der in der Quer- und Längsrichtung in drei Joche eingeteilt war. Im Chorbogen wurde bei Fertigstellung des Kirchenbaus 1899 ein Kruzifix aufgehängt. Der Kirchenbau hat einen Glockenturm, der bis zur Höhe des Kirchenschiffdachs einen quadratischen, darüber einen achteckigen Querschnitt hat.
Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg beim Luftangriff vom 11./12. Juni 1943 weitgehend zerstört, lediglich die Sakristei wies nur geringe Schäden auf. Der Wiederaufbau erfolgte bis zum Jahr 1953, allerdings in etwas vereinfachter Form. Die Innenausstattung stammt aus den 1950er Jahren.
Wegen ihrer Ausmalung war die Friedenskirche weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, sie galt „sonderlich innen als ein glänzendes Bauwerk“ und „das namentlich durch die Wandgemälde Eduard von Gebhardts“.
Quelle: BildWiegels

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